Aktive Parkinson-Selbsthilfe Schleswig
Neuigkeiten Über Parkinson Über uns Satzung Partner Termine Kontakt

Über die Parkinson'sche Krankheit

Die Parkinson'sche Krankheit wird auch "Parkinson-Syndrom", "Parkinsonismus" oder kurz einfach "Parkinson" genannt. Namensgeber ist der englische Arzt James Parkinson, der 1755-1824 lebte und maßgeblich zu ihrer Erforschung beigetragen hat.
Parkinson ist die häufigste neurologische Erkrankung des fortgeschrittenen Lebensalters und kommt bei circa 1 % der über sechzig Jährigen vor.
Häufige Symptome sind Bewegungsarmut, Steife und Zittern, die für die Betroffenen nicht nur eine körperliche Beeinträchtigung darstellen, sondern oft auch zu erheblichem Unsicherheitsgefühl führen.
Siehe Pschyrembel Klinisches Wörterbuch; 259. Auflage; Berlin, New York 2002; S. 1260f.

Parkinson kann bis heute leider nicht geheilt werden. Es gibt aber vielfältige Behandlungsmöglichkeiten, welche die Parkinson-Symptome erheblich erleichtern können. Die Therapie der Parkinson-Krankheit beruht im Wesentlichen auf Medikamentgabe, die ihrerseits durch übende Verfahren wie Physiotherapie und im Spätstadium um chirurgische Verfahren wie die Tiefe Hirnstimulation ergänzt wird. Hinzu kommt die Behandlung möglicher neuropsychiatrischer Symptome von Parkinson wie Demenz, Psychosen und Depression. Geeignete ärztliche Aufklärung der Patientinnen und Patienten sowie der betreuenden Personen und Wissen über die individuellen Probleme sind entscheidend für den Therapieerfolg.
Siehe Wolfgang H. Oertel, Günther Deutschl, Werner Poewe (Herausgeber): Parkinson-Syndrome und andere Bewegungsstörungen, Stuttgart 2012, S. 101.


Weitere Informationsquellen:

Wikipedia

Das online Lexikon Wikipedia enhält einen Artikel über Parkinson. Bitte beachten Sie, dass Wikipedia zwar sehr umfangreich ist, die Artikel jedoch nicht alle von Fachleuten geschrieben sind.


Apotheken-Umschau

Die Apotheken-Umschau enthält auf ihrer Website einen Artikel über Parkinson.


Norddeutscher Rundfunk NDR

Der Norddeutsche Rundfunk NRD bietet auf seiner Website eine Ratgeber-Seite zu Parkinson an. Dort gibt es neben informativen Texten zur Krankheit auch ein Video zum Thema der sogenannten "Hirnschrittmacher" und ein Interview mit einem Neurologen.


Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit

Medizinprofessor Dietrich Grönemeyer widmet der Parkinson-Krankheit in seinem Hausbuch der Gesundheit ein Kapitel, das alle Facetten der Krankheit von Geschichte, über Ursachen und Symptome bis hin zu Therapien und Selbsthilfemöglichkeiten beleuchtet. Dietrich Grönemeyer: Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit, 3. Auflage, Reinbek 2013.


Wie kann ich helfen?

Ist jemand, der Ihnen nahesteht, an Parkinson erkrankt? Eine chronische Krankheit ist nicht nur für die direkt Betroffenen schwer zu ertragen, sondern auch für das Umfeld. Familie, Freunde und Kollegen leiden oft mit. Für sie kommt die Bürde der Hilfslosikeit hinzu. Zusehen und akzeptieren zu müssen, dass man die Situation an sich nicht ändern kann, ist ebenfalls eine Belastung.

Erfreulicherweise ist man niemals ganz hilflos. Wir geben Ihnen deswegen hier einige Ratschläge, wie Sie einem Parkinson-Patienten sein oder ihr Schicksal erleichtern und gleichzeitig auf Ihr eigenes Wohlergehen achten können.

Haben Sie Geduld

Wegen ihrer körperlichen Einschränkungen brauchten Parkinson-Patienten für alltägliche Handlungen oft länger. Zu schreiben, eine Tasse einzuschenken oder zur Toilette zu gehen ist anstrengend und aufwendig, wenn man zittert oder unsicher auf den Beinen ist. Trotzdem sind viele an der Parkinson'schen Krankheit Leidende dazu und zu noch viel mehr durchaus in der Lage.
Geben Sie Jedem die Zeit, die er oder sie benötigt. Wenn einem Parkinson-Patienten aus Ungeduld oder falsch verstandener Höflichkeit alles abgenommen wird, wird ihm auch ein wichtiges Element der Selbsthilfe genommen: Training. Das Zusammenspiel von Muskeln und Gehirn muss bei allen Menschen gelernt und permanent trainiert werden. Für Parkinson-Kranke ist dies umso wichtiger, um das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten und sich der eigenen Fähigkeiten zu vergewissern, die durch die Krankheit so sehr in Frage gestellt werden.

Nehmen Sie den ganzen Menschen wahr

Parkinson ist eine Krankheit, die einen Menschen sehr stark zeichnen kann. Mit Fortschreiten der Krankheit verändert sich Vieles, und Parkinson-Patienten weisen oft die typischen Sympthome, siehe auch oben, auf. Darüber droht das Individuum in den Hintergrund zu treten. Wenn Sie helfen wollen, dann achten Sie nicht nur auf die Krankheit. Genau wie alle anderen Menschen unterscheiden an Parkinson Leidende sich in vielen Aspekten wie zum Beispiel dem Musikgeschmak, dem Kleidungsstil, der Bildung oder dem Temperament. Gespräche über solche Themen können die Krankheit zumindest für eine Weile aus dem Bewusstsein verdrängen und so die Lebensfreude erhöhen.

Denken Sie auch an sich selbst

Je näher man einem chronisch kranken Menschen wie z.B. einem Parkinson-Patienten steht, desto höher ist die Belastung. Für Ehepartner, Kinder und andere nahe Angehörige kann es körperlich und psychisch fast so anstrengend sein wie für die Kranke oder den Kranken selbst.
Deshalb ist es wichtig, sich selbst mitunter auch Ablenkung und Erholung zu verschaffen. Gönnen Sie sich Zeit für Hobbies oder persönlichen Rückzug. Wenn dies nur selten möglich ist, sollten Sie solche Termine fest einplanen. Auch ein einziger Nachmittag ohne Verantwortung im Monat kann umso erholsamer sein, wenn er fest in Ihrem Kalender steht, so dass Sie sich darauf freuen können und Ihr Umfeld dieses Ritual respektiert. Die Kraft, die Sie in dieser Zeit sammeln, kommt vor allen Ihnen selbst, aber letztendlich auch Ihrem kranken Angehörigen zugute.